Damit bei Wellengang keiner über Bord geht, wurden die Figuren einzeln auf den Sitzbänken angeschraubt. Da die Sitzkissen einen Schaumstoffkern haben, sitzen die Passagiere wie echt mit Popo-Abdruck auf dem Kissen. Die Figuren wurden aus Resin gefertigt und dort kann man sehr gut ein Loch hinein bohren und ein Gewinde hinein schneiden. Resin ist zwar, wenn es durchgetrocknet ist, nicht giftig aber beim Bohren habe ich sicherheitshalber einen Mundschutz getragen. Beim Festschrauben kann man mit etwas Gefühl bestimmen, wie weit die Figur in das Sitzkissen einsinken soll. Realistischer geht es wohl kaum.
Polster wurde mit spitzem Gegenstand durchstoßenSchraube schaut aus Polster herausFiguren sind auf Sitzbank befestigtRealistisches „Sitzbild“Gewinde SchneidenPopo Abdruck im Kissen
Die aus England gelieferten Figuren mussten teilweise noch etwas nach bzw. umgearbeitet werden. Die meisten Figuren waren in grün Tönen gehalten und somit waren das Gesamtbild etwas grün lastig.
Außerdem sah der Kapitän noch zu sehr nach englischem Gentleman aus. Seine Mantelfarbe wurde daher auf blau geändert und er bekam einen Südwester Hut verpasst. Den Südwester fand ich in der Playmobil-Kiste meiner Kinder und höhlte ihn innen etwas aus, so dass er dem Gentleman passt. Mit Farbe wurde er noch etwas gealtert und dann mit Butylband auf dem Kopf befestigt. Pfeife und Fernglas hatte ich auch in England bei Melody Jane mitbestellt.
Bei dem Pfarrer und dem Mann mit den übereinander geschlagenen Beinen waren Anzug und Jacke zu glänzend. Daher habe hier nochmal mit Mattlack nachgearbeitet. Für die Nachbearbeitung habe ich Email Modellbau-Farben von Revell verwendet.
Noch Gentleman aber schon mit blauem MantelNun Kapitän zur SeeAnfangs zuviel grün und teilweise zu glänzend (linke Seite)
Vor ein paar Tagen wurden die Passagiere, Zubehör und Ladegut geliefert. Ich habe länger nach passenden Figuren im Maßstab 1:12 gesucht. Fündig wurde ich in Großbritannien bei Melody Jane, dieser Händler hat eine riesengroße Auswahl an Puppenhaus Zubehör und Figuren im Maßstab 1:12. Die Bestellung lief ohne Probleme und binnen einer Woche kam die Lieferung bei mir unbeschadet an.
Auf Ebay bei Steffi´s Puppenstübchen fand ich zwei tolle Fahrräder, eins für Damen und eins für Herren. Da ich mich nicht entscheiden konnte, welches mir besser gefällt, habe ich einfach beide gekauft 🙂 Platz ist ja genügend auf dem Inselversorger.
Alle an Bord !Der Heizer hat jetzt Werkzeug und GummistiefelDer Tee kocht auch schon im roten KesselFür Unterhaltung sorg das Radio
Alles fing ganz normal an. Ich bereite die Regner-Dampfmaschine in der Borkum für einen erneuten Test vor. Wasser in den Kessel, Öler auffüllen und Gastank befüllen. Alles klappt wie am Schnürchen. Ich teste auch ob genug Gas im Tank ist, indem ich wie beschrieben, kurz auf das Ventil drücke um zu sehen ob flüssiges Gas rauspritzt. Dann warte ich einen Moment und versuche den Brenner zu entzünden. Da ich den Gas-Tank super voll bekommen hatte, strömte wohl zu viel Gas aus und der Brenner zündete nicht richtig und ging immer wieder aus. Ich probierte mit verschiedenen Einstellungen und auf einmal gibt es einen Knall! 😲 Das hintere Oberdeck der Borkum flog durch die Luft und da die ganzen anderen Teile von den Sitzgelegenheiten die noch nicht festgeklebt waren gleich mit! Erst dachte ich die Verpuffung kam von der Dampfmaschine, das hatte ich beim Schaufelrad-Dampfer mal. Aber passiert ist wohl folgendes. Durch das befüllen des Tanks, probieren mit der Gaseinstellung und durch das Prüfen der Gast-Tank-Befüllung hatte sich wohl Gas im unteren Hohlraum des Rumpfes gesammelt! Das hat sich wohl auch unter dem hinteren Oberdeck gesammelt und ein explosives Gas/Luft-Gemisch ergeben! 🙁
Danke an meinen Schutzengel, dass nicht wirklich etwas passiert ist und auch nichts kaputt gegangen ist!
Der Matrose lag zwischen den „Trümmern“ des Oberdecks und ist auch mit dem Schrecken davon gekommen. 😃
Also wieder was gelernt! Gut durchlüften und immer mal über dem Boot mit etwas wedeln, damit sich kein Gas stauen kann! Oder noch besser, die Maschine mit dem Gastank aus dem Modell entnehmen und den Tank im Freien befüllen.
Gut, dass noch nichts festgeklebt war!Matrose blieb „unverletzt“Die Verpuffung hatte doch ganz schön wucht!
Zur Zeit beschäftige ich mich mit der Beplankung des Oberdecks. Anders als im Bauplan werden die seitlichen Planken nicht der Rumpfform folgend gebogen sondern gerade durch beplankt. Wer jetzt mein, da macht er es sich aber einfach, wird schnell feststellen, dass die verwendete Methode wohl deutlich aufwendiger ist. Zwischen jede Planke kommt ein Stück braunes Takelgarn. Das gibt einen schönen Kontrast und die Planken kommen so viel besser zur Geltung. Gefunden habe ich diese Methode auf „der-lustige-modellbauer.com„.
Ich hatte die Idee einen Transport/Slip-Wagen für meine RC-Schiffe zu bauen. Allerdings sollte dieser Wagen möglichst unter 50Euro kosten. Im Internet fand ich einen Slip-Wagen, welchen ein anderer Modellbauer im Jahre 1982 hergestellt hatte und der wohl auch heute noch gute Dienste leistet. Dieser Wagen war recht einfach aufgebaut und alle Maße waren angegeben.
Da alleine die Lufträder schon ca. 30 bis 40Euro kosten, sollte der Rest des Wagens aus vorhandenem Material hergestellt werden. Mal wieder ein schönes „Upcycling-Projekt“ 😀
Also ging ich, wie schon so oft, in der Männerhöhle auf Materialsuche…
Upcycling Material-Liste:
Geländer-Teil (von einer Raumspartreppe wurde nicht gebraucht)
Stange vom Duschablage
Tischbein aus Metall
Knopf zum aktivieren des Härters in einer 2K Lack-Spraydose
Fahrradklingel
Polstermaterial von einem Werkzeug-Adventskalender
Schaumstoff von Verpackungsmaterial
Schrauben und Winkel, die noch so übrig waren
Stück Gurt aus einem defekten Rolladengurtaufwickler
Lenkrolle von Bürostuhl
Kordel eines defekten Dachfenster-Verdunklungs-Rollos
Neuteile:
2 Stück Lufträder mit Rollenlager (200 x 50 mm, NL 60mm) für 35,-Euro
2 Sicherungsringe für die Räder für 5,-Euro
Für größere Darstellung bitte auf die Bilder klicken…
Gestell besteht nur aus RestenSicherung gegen verrutschenSchaumstoff wird vor dem Slippen (Einwassern) entnommenEinstellbare Auflage durch KlingelhalterungVordere Auflage ist verschiebbar und kann so an die Bootslänge angepasst werdenGriffstange kann abmontiert werden (Gesichert durch Schraube mit Flügelmutter)FertigPlatzsparend verstaubarProbetransport
Meine Idee, einen Transport/Slip-Wagen für unter 50Euro zu bauen, hat funktioniert! 😃
Eigentlich ist die Bug-Laterne aus dem Ausstattungs-Set der Borkum nur eine Attrappe. Ich finde es aber viel schöner, wenn die Laterne auch richtig leuchtet. Also habe ich sie auf LED-Beleuchtung umgebaut. Hierfür habe ich in den, aus dem Vollen gedrehten, durchsichtigen Acryl-Körper ein 5mm Loch gebohrt und es dann im oberen Teil noch mit einem 6mm Bohrer etwas versenkt, damit die LED schön tief im Inneren sitzt. Danach habe ich, von innen, in den Messing-Deckel ein 4mm Loch gebohrt, bis ich an der Querbohrung für Halte-Öse raus kam. Dünne Drähte an die LED angelötet und das ganze durch den Deckel gezogen. Als nächstes habe ich die Halterung gefertigt. Anstelle eines 2mm Messing-Drahtes habe ich ein 3mm Messing-Röhrchen verwendet. Mit dem bereits mehrfach bewehrten Biege-Werkzeug hab ich den Bogen hergestellt. Das Ende wurde mit dem Hammer platt gedengelt und die Enden rund gefeilt. Noch ein 1,5mm Loch für die Halte-Öse der Laterne gebohrt und zwei 1,2mm Löcher für die Anschlussdrähte. Das Einziehen der 0,8mm Anschlussdrähte war etwas fummelig, aber am Ende hat es schließlich funktioniert. Da eine Standard-LED verwendet wird, muss man einen Vorwiderstand von ca. 1000 Ohm vorschalten, wenn man diese an 12Volt betreiben will.
Gelbe LED als Lichtquelle5mm/ 6mm BohrungEs werde LichtVorwiderstand nicht vergessenGerüstet für eine Nachtfahrt
Nun ist auch das Thema Spannungsversorgung, für die Pumpe und die anderen Elektronik-Komponenten, geklärt. In der Bucht konnte ich zwei neue 6Volt Bleiakkus erstehen. Diese Akkus passen perfekt und wiegen jeder ca. 300Gramm. Wenn es so weiter geht, brauche ich gar kein zusätzliches Bleigewicht mehr an Bord. Der Vorteil von dieser Variante ist, dass ich durch das in Reihe schalten der beiden Akkus 12Volt für die Pumpe habe, aber auch eine 6Volt-Spannungsversorgung für Empfänger und Servos.
Also Win/Win 😊
Den Deckausschnitt habe ich so weit vergrößert, dass ich bequem an Akkus und Pumpe heran kommen kann.