Der mit dem Jeti Boxt

Von der Firma Jeti gibt es die JetiBox, die JetiBox mini und die JetiBox Profi.
Aber was sind die Unterschiede zwischen diesen verschiedenen Boxen?

1.) Die JetiBox, kann zum Anzeigen bzw. Einstellen von Werten, Telemetrie-Daten Anzeige und zur Programmierung der Empfänger, verwendet werden.
Nur diese Box hat auch noch eine Servotester-Funktion eingebaut. Hierzu schließt man an die eine Eingangsbuchse eine Stromversorgung und an die andere JR-Buchse den Servo an.


2.) Die JetiBox mini, hat bis auf die Servotester-Funktion die gleiche Funktionalität wie die normale JetiBox. Sie ist aber viel kleiner und für den festen Einbau in den Sender konzipiert.
Sie kann auch Telemetrie-Daten anzeigen, hat dafür aber wie die normale JetiBox immer nur eine Zeile zur Verfügung.
Das Display verfügt über eine zuschaltbare Hintergrundbeleuchtung.


3.) Die JetiBox Profi (JBP) hat einen Akku eingebaut und kann in der Monitor-Funktion per Funk, zwischen einen Sender und Empfänger geschaltet werden. Sie verfügt über 4 frei belegbare Anzeigefelder in 5 Blöcken, so dass man nach belieben, bis zu 20 verschiedene Telemetrie-Daten zuordnen kann. Diese Daten können als Werte oder auch grafisch angezeigt werden.
Außerdem hat sie eine Sprachausgabe und sagt z.B. „Signalverlust“ statt einfach zu piepen.
Sie kann zusätzlich alle Funktionen wie die anderen beiden Boxen, lediglich eine Servotester-Funktion ist nicht enthalten.
Die Anzeige verfügt über eine Beleuchtung, welche permanent oder zeitlich begrenzt eingeschaltet werden kann.
Im Sendermodus (Tx), kann diese Box über einen speziellen Halter, welcher am Sender eingebaut werden muss, auch als vollwertiger 2,4GHz-Sender betrieben werden. Der Einbau geht schneller und ist einfacher als mit den TUx-Modulen, da keine zusätzliche Antenne und evtl. Mini Box benötigt werden. Die Antenne ist bereits innen, oben rechts in der Profi Box integriert.
Da sie nur auf den Halter aufgesteckt wird, ist sie auch wieder einfach abzunehmen und kann anderweitig verwendet werden.

Graupner FM 6014 – 2.4GHz Umbauten

Das nenne ich Nachhaltigkeit!
Eine 40 Jahre alte FM-Fernsteuerung, welche immer noch wie am ersten Tag funktioniert, auf den aktuellen Stand der Technik umbauen, ist heutzutage schon etwas besonderes. Solche Qualität wird leider nicht mehr hergestellt.
Der Umbau ist ganz einfach, erfordert etwas Lötarbeit und kann bequem in ca. einer Stunde durchgeführt werden.
Da das 2,4GHz Steckmodul für die 6014 kaum noch zu bekommen ist, entschied ich mich für den Einbau des Jeti TU2 Sender-Moduls. Das hat auch den Vorteil, dass man über einen Sicherheitsschalter (muss zum Umschalten durch ziehen entriegelt werden) zwischen 2,4GHz und FM-Betrieb wechseln kann. So muss man nicht umständlich die Sende-Module umstecken und es ist trotzdem möglich, auch weiterhin Nautic bzw. Multiswitch Bausteine zu nutzen, welche nur im FM-Betrieb funktionieren.

Mechanischer Einbau:
Für die 2,4GHz Antenne habe ich die Position in der Mitte neben der originalen Teleskop-Antenne gewählt. Hierzu habe ich das rote Kabel der HF-Antenne abgelötet, um das Kunststoffteil ausbauen und ein Loch bohren zu können. Beim Einbau des mit der 2,4GHz Antennen-Buchse versehenen Mittelteils, habe ich das rote FM-Antennenkabel wieder angelötet.


Da ich das TU2 Modul auf der Innenseite des rechten Moduls-Spaces montieren wollte habe ich mir aus Kunststoff eine Isolierung zurecht geschnitten und eingesetzt.


Danach wurden die Löcher gebohrt und Schalter sowie TU2 Modul befestigt.


Elektrischer Einbau:
Die Graupner 6014 hat 5 Anschluss-Pins für das HF-Modul.
Antenne, Minus, Plus 12V, 6,3V und PPM-Signal. Hiervon werden für den Anschluss des Jeti-TU2 Moduls aber nur 3 Pins benötigt, nämlich Minus, Plus 12V und PPM-Signal.
Der Jeti-Sicherheitsschalter SWTU2 wird am Schalter-Eingang mit den vier Kabeln der Graupner 6014 verkabelt (siehe Tabelle). Hierzu werden die Kabelverbindungen, von der Hauptplatine und dem Analogen Zeigerinstrument zum HF-Modul, aufgetrennt. Danach wir das Jeti-Eingangskabel vom Schalter, an die ankommenden Graupner-Leitungen angelötet. (Schrumpfschlauch für die Isolierung nicht vergessen)

BelegungKabelfarbe GraupnerKabelfarbe Jeti
Antenne HF (FM)rot
Minuslilaschwarz
Plus 12Voltblaurot
Uf 6,3V*weißgrün
PPM-Signalschwarzgelb
*Wird vom SWTU2 nur für Graupner HF-Modul durchgeschaltet, für Jeti TU2 Modul nicht.

Nun wird, das eine Jeti-Stecker-Kabel mit den 4 Graupner-Kabeln welche zum HF-Modul führen, verlötet.
Danach wird der Stecker, am anderen Kabelende, auf den mit „FM“ bezeichneten Steckplatz gesteckt.

Als nächstes wir das Jeti Stecker-Stecker-Kabel auf den, mit „Duplex“ bezeichneten, Steckplatz am Schalter und die andere Seite auf den Steckplatz am TU2 Modul gesteckt. Die elektrische Verkabelung ist damit beendet.

Tipp! Wenn man die Kabel vorher verdrillt reduziert dies mögliche Störeinstrahlungen.


Das war´s ! Nun funktioniert wahlweise der FM oder 2,4GHz Betrieb. 😀


Update 25.01.2024

Zusätzlich wurde noch eine JetiBox mini fest am Sender montiert.


Update 27.01.2024

Man kann die alten Fernsteuerungen mit PPM-Signal auch per JetiBox Profi zum 2,4GHz Sender umbauen.

Warum ging es hier eine Zeit lang nicht weiter?

Keine Angst, der Dampfspezi ist wohlauf 🙂

Aber ich habe viele verschiedene Hobbys und leider zu wenig Zeit…
Neben Dampfmaschinen beschäftige ich mich, unter anderem auch mit Elektronenröhren aus der guten alten Dampfradio-Zeit.

Daher habe ich in den letzten Monaten an verschiedenen Audio-Projekten gewerkelt und z.B. einen Single Ended Class A Röhren-Verstärker sowie einen OTL-Kopfhörerverstärker gebaut.

Falls euch Details interessieren, die findet ihr unter www.lbhe.de

Laterne, Laterne,….

Eigentlich ist die Bug-Laterne aus dem Ausstattungs-Set der Borkum nur eine Attrappe. Ich finde es aber viel schöner, wenn die Laterne auch richtig leuchtet. Also habe ich sie auf LED-Beleuchtung umgebaut.
Hierfür habe ich in den, aus dem Vollen gedrehten, durchsichtigen Acryl-Körper ein 5mm Loch gebohrt und es dann im oberen Teil noch mit einem 6mm Bohrer etwas versenkt, damit die LED schön tief im Inneren sitzt.
Danach habe ich, von innen, in den Messing-Deckel ein 4mm Loch gebohrt, bis ich an der Querbohrung für Halte-Öse raus kam. Dünne Drähte an die LED angelötet und das ganze durch den Deckel gezogen.
Als nächstes habe ich die Halterung gefertigt. Anstelle eines 2mm Messing-Drahtes habe ich ein 3mm Messing-Röhrchen verwendet. Mit dem bereits mehrfach bewehrten Biege-Werkzeug hab ich den Bogen hergestellt.
Das Ende wurde mit dem Hammer platt gedengelt und die Enden rund gefeilt.
Noch ein 1,5mm Loch für die Halte-Öse der Laterne gebohrt und zwei 1,2mm Löcher für die Anschlussdrähte. Das Einziehen der 0,8mm Anschlussdrähte war etwas fummelig, aber am Ende hat es schließlich funktioniert.
Da eine Standard-LED verwendet wird, muss man einen Vorwiderstand von ca. 1000 Ohm vorschalten, wenn man diese an 12Volt betreiben will.

Gerüstet für eine Nachtfahrt

Elektronik-Testaufbau

Heute habe ich mal die Technik geprüft, ob die Pumpe evtl. Störungen verursacht und ob das mit der Geschwindigkeitseinstellung, über einen Flug-Regler, funktioniert.
In meinem Fundus fand ich noch einen original verpackten Regler vom Typ ACE ESC-10. Dieser Regler kann max. 14A leisten und wenn man die BEC-Versorgung, für den Empfänger entfernt, kann er bis zu 12Volt regeln. Da die Pumpe nur in eine Richtung betrieben werden kann, ist so ein Regler für Flugzeuge, absolut ausreichend.

ABER gleich zu Beginn hatte ich einen Denk bzw. Schaltungs-Fehler gemacht und es hat auf einmal verbrannt gerochen und gequalmt!

Der Fehler war schnell gefunden. Wichtig ist, dass sowohl die 6Volt Spannung für den Empfänger, sowie die 12Volt Spannung für die Pumpe, gegen die selbe Masse (-) abgenommen werden, sonst suchen sich die Elektronen andere Wege, da Regler und Empfänger das selbe Massepotential haben.

Versuchsaufbau
Testlauf

Spannungsversorgung

Nun ist auch das Thema Spannungsversorgung, für die Pumpe und die anderen Elektronik-Komponenten, geklärt.
In der Bucht konnte ich zwei neue 6Volt Bleiakkus erstehen. Diese Akkus passen perfekt und wiegen jeder ca. 300Gramm. Wenn es so weiter geht, brauche ich gar kein zusätzliches Bleigewicht mehr an Bord.
Der Vorteil von dieser Variante ist, dass ich durch das in Reihe schalten der beiden Akkus 12Volt für die Pumpe habe, aber auch eine 6Volt-Spannungsversorgung für Empfänger und Servos.

Also Win/Win 😊

Den Deckausschnitt habe ich so weit vergrößert, dass ich bequem an Akkus und Pumpe heran kommen kann.

Großer Ausschnitt offen
Großer Ausschnitt geschlossen

Wasser marsch!

Nun habe ich einen ersten Testlauf mit dem Wasserstrahl-Antrieb gemacht.
Die beiden Löcher von Ruder und Steven-Rohr habe ich, mit Wohnwagen-Kitt provisorisch, verschlossen.

Das eigentliche Gewicht von ca. 3Kilo wurde mit Wasserflaschen realisiert.

Zuerst wollte die Pumpe nicht ansaugen, aber nachdem ich den Bug etwas ins Wasser gedrückt habe funktionierte es prima.

7 Volt sind wohl etwas zu wenig für die Pumpe aber mit 11 Volt geht es recht gut vorwärts 😊

Test mit 7 Volt-Akkupack
Test mit 11 Volt-Akkupack
Wasserstrahl mit 11Volt

Zusatzantrieb tut Not

Bei Dampfantrieb weiß man nie genau ob einem nicht mal ungeplant der Dampf ausgeht, wenn das Modell weit vom Ufer entfernt ist.
Es kann der Brenner ausgehen, der Gastank nicht richtig befüllt worden sein oder das Wasser im Kessel wurde schneller verbraucht, als man geplant hatte.
Daher ist es gut, wenn das Modellboot noch über eine zweite Antriebsart verfügt. Beim Schaufelrad-Dampfer hatte ich eine mechanische Antriebart-Umschaltung realisiert. Bei der Borkum ist aber nicht genug Platz für eine aufwendige Mechanik.
Im Internet fand ich eine Lösung, welche mir aber nicht gefallen hat. Hier hatte ein anderer Modellbauer eine zweite, kleine Schiffschraube mit Elektromotor eingebaut.

Quelle: BORKUM – Hannemänner (hannemaenner.de)

Mir kam dann die Idee, einen Wasserstrahl-Antrieb zu realisieren und an der Stelle der kleinen Zusatzschiffsschraube nur ein Austrittsloch zu haben, welches man kaum sieht.

Die blaue Holzleiste zeigt den Weg des Wasserstrahls

Die Borkum ist allerdings mit gut 3Kg nicht gerade eine Leichtgewicht und die Rumpfform ist alles andere als schnittig.
Ein Waschwasserpumpe aus dem KFZ-Bereich liefert ca. 2L/min. Das ist nicht gerade viel und entspricht einem Druck von ca. 0,1Bar bei 10cm Rohrdurchmesser. Damit dürfte die Borkum wohl kaum vom Fleck kommen.

Ich habe mich umgeschaut und dann von der Firma Reich eine Verstärkerpumpe aus dem Camping-Bereich gefunden, welche 18L/min. fördern kann. Das entspricht einem Druck von ca. 0,8 bis 1 Bar bei 10cm Rohrdurchmesser.
Außerdem ist diese Pumpe recht flach, so dass Sie sehr gut zwischen Stevenrohr und Rumpf passt.

Verstärkerpumpe von der Firma Reich 18L/min

Als nächstes wird alles eingebaut und getestet ob Theorie und Praxis übereinstimmen.

Borkum – D49 Anpassungen Brennrohr

Da das Brennrohr von der D48 Dampfmaschine für einen liegenden Kessel hergestellt wurde, war es für den Stehenden Kessel der D49 etwas zu lang. Das hatte zur Folge, dass hinten und vorne kleine Flammen austreten konnten, wenn man das Gas am Tank weit aufgedreht hat.
Daher habe ich zwei kleine Aluplatten rund gerollt und über die Enden des Brennrohres geschoben, so dass nun einige Gasaustritt-Löcher verschlossen sind.
Das funktioniert hervorragend und es besteht keine Gefahr mehr, dass Flammen in Richtung Gastank lodern.
Außerdem habe ich rechts und links noch zwei zusätzliche Löcher in die Kesselhalterung bzw. den Brennraum gebohrt, damit man das Feuer besser entzünden kann und sieht ob es noch noch brennt.

Nachhaltigkeit

Beim Bohren der letzten letzten Löcher stank der Akku-Schrauber ganz erbärmlich und es flogen Funken aus ihm heraus. Der Bürstenmotor hatte das Ende seiner Lebenszeit erreicht. 🙁
Da aber der Rest vom Schrauber noch in Ordnung ist, habe ich einen neuen Motor bestellt. Kostenpunkt noch nicht mal 28Euro inkl. Versandkosten.
Der Austausch dauerte ca. 30Minuten und nun schnurrt der Akku-Schrauber wieder wie neu.