Rumpf in Friesenfarben – Teil 2 schwarz

Nachdem der Rote Lack getrocknet ist, kommt der vordere schwarze Keil welcher in eine schmale, umlaufende Linie übergeht an die Reihe.
Auf den Rand des roten Unterwasserschiffs klebte ich wieder mit 2mm Linierband ab. Als nächstes wurde ab der Mitte bis Achtern mit 1,5mm Linierband ein dünner Streifen aufgeklebt, welcher nach dem abkleben des schwarzen Keils wieder entfernt wurde. So ergibt sich später eine gleichmäßig breite schwarze Linie.


Die gleiche Lackierprozedur wie bei rot. Erst mit Kunststoff-Haftvermittler sprühen. Danach wurde zwei mal schwarz aufgetragen und immer 15 Minuten zwischen den einzelnen Sprühgängen ablüften gelassen.

Nach dem Trocknen wurden zwei unschöne „Überraschungen“ sichtbar, tja auch beim Dampfspezi läuft nicht immer alles perfekt! 😉

Zum einen hatte der Kunststoff-Haftvermittler das Zeitungspapier durchweicht und Teile des Zeitungsdrucks auf den roten Lack „übertragen“.
Mit 1000er und 2000er Schleifpapier entfernte ich dies so gut es ging und mit roter Autopolitur, polierte ich die Stellen mehrfach. Es ist nicht perfekt, aber wenn man nicht weiß wo man schauen muss, sieht man es wohl kaum.

Das zweit „Malheur“ war, dass sich etwas roter Lack beim Abziehen des Linierbandes löste. Das konnte ich mit einem dünnen Pinsel wieder mit Farbe auslegen und man sieht es kaum noch.


Nachdem alles ausgebessert wurde, ist das Ergebnis doch recht schön anzuschauen.


Weiter geht es in ein paar Tagen mit Friesenblau…

Rumpf in Friesenfarben – Teil 1 rot

Nachdem die Holz-Arbeiten zum Großteil fertig sind, ist die Lackierung des Rumpfes dran. In Anlehnung an die Farben der Friesischen Flagge, habe ich mich für die Farben rot, schwarz und Friesenblau entschieden.

Den ABS-Rumpf habe ich zuerst mit 400er Nass-Schleifpapier geschliffen und danach mit Silikonentferner gereinigt.
Als nächstes wurde aus Holzklötzern, Malerkrepp und einem Filzstift eine Vorrichtung für das Einzeichnen der Wasserlinie zusammen gefrickelt.
Der Rumpf wurde im Bootständer waagerecht ausgerichtet und mit ein paar Milchtüten (die hatte ich gerade zur Hand) beschwert, damit der Rumpf sich während dem Markieren nicht verschiebt.

Jetzt wurde mit 2mm Linierband an der Wasserlinie entlang abgeklebt.
Mit breiterem Linierband, Malerkrepp und Zeitungspapier wurde nun der obere Teil des Rumpfes abgeklebt, so dass nur noch das Unterwasserschiff als „Playground“ frei lag.
Die freie Rumpffläche wurde nochmal mit Silikonentferner gesäubert. Danach wurde mit 1K Kunststoff-Haftvermittler von SprayMax grundiert. Nach 10 Minuten Ablüften wurde mit rotem 1K Acryl Autolack von MOTIP lackiert. Drei Schichten wurden aufgetragen und zwischen Lackiergängen 15 Minuten ablüften gelassen.
Ein paar Tage muss der rote Lack jetzt durchtrocknen und dann geht es weiter mit schwarz.

Jetzt wird es gemütlich

Nach dem Schanzkleid sind jetzt die Sitzmöbel an der Reihe.
Da die Holzteile alle mit Laser geschnitten wurden, ist an den Rändern der Bauteile eine leichte Kohleschicht. Dieser schwarze Rand wurde mit einem kleinen Winkelschleifer von Minitool weg geschliffen.
Die Rückenlehne von der langen Sitzreihe, wurde über Wasserdampf (Wasserkocher) etwas gebogen, damit sie gut am Schanzkleid anliegt.
Danach wurden die Teile angepasst und und mit Clou Schnellschliffgrund gestrichen. Nach dem Trocknen habe ich die Holzteile mit 280er Schleifpapier nass geschliffen. Vor dem Lackieren mit Clou Holzsiegel (Seidenmatt) stand noch die Reinigung der Holzteile mit Silikonentferner an.
Als die erste Lackschicht trocken war, wurde nochmal mit 400er Schleifpapier nass geschliffen und dann Clou Holzsiegel mit ca. 10% EV-Verdünner für den finalen Anstrich verwendet.

Der verflixte Aufbau

Das Lackieren des Aufbaus hat mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich gedacht habe. Ich wollte Zeit sparen und das hat sich gerächt.
Es war keine gute Idee, den Aufbau direkt mit weißer Farbe zu lackieren.
Der Lack hatte nicht gut gedeckt und die Unebenheiten vom Holz waren auch nach dem Schleifen und erneuten Lackieren deutlich zu sehen.
Also habe ich alles gut durchtrocknen lassen, gespachtelt, geschliffen und mit 1K Rapid-Epoxy Grundierung grundiert. Danach wieder gespachtelt, geschliffen und mit 1K Primer grundiert. Der Primer hat sich aber nicht mit dem Holzkleber vertragen und diesen angelöst. Also wieder alles abgeschliffen, wo der Primer hochgegangen war und wieder grundiert, gespachtelt und geschliffen…
Dann nur noch mit 1K Rapid-Epoxy grundiert und mit weiß RAL 9010 Seidenmatt lackiert. Bei der Lackierung habe ich es dann zu gut gemeint und es gab Lackläufer… Also trocknen lassen schleifen und nochmal lackieren.
Was lange wird, wird endlich gut. Trotz aller Widrigkeiten ist der Aufbau jetzt fertig lackiert. 🙂

Schaufelrad-Decks

Die Decks für die Schaufelräder habe ich komplett schwarz lackiert und zusätzlich mit Klarlack gestrichen. Für die seitliche Montage am Rumpf wurden, gemäß des Bauplans, zwei Schablonen gefertigt, damit die Decks mit der richtigen Neigung eingebaut werden konnten.
Die Schablonen wurden mit Klebeband fixiert und die Decks angeklebt.
Zuerst die Längsleisten mit UHU-Hart© am Rumpf, danach die Schaufelrad-Decks mit Ponal© auf der Leiste und mit UHU-Hart© am Rumpf. Die Decks wurden, während der Trockenphase mit Wäscheklammern und Gewichten (Flaschen) beschwert.
Nach dem Trocknen wurden die Stützen mit UHU-Hart© von unten an die Schaufelrad-Decks geklebt. Die Leiste wurde mit dem Pinsel und schwarzer Farbe lackiert.

Ich sehe schwarz

Bei frühlingshaften Temperaturen, wurde die Werft kurzer Hand nach draußen verlegt. Damit sich der Duft von frischem Lack nicht wieder im ganzen Haus verteilt, habe ich das Schwarz diesmal im Freien lackiert.
Vorher wurde das Ruder und das Unterwasserschiff gut abgeklebt.
Trotz einiger kleiner Windböen, lief es mit der Lackierung recht gut.
Als nächstes wird der graue Streifen in blau/türkis lackiert…

Ich sehe rot

Nun kommt Farbe ins Spiel.
Der Rumpf wurde mit 600er Schleifpapier nass geschliffen und dann mit Silikonentferner gesäubert. Danach wurde mit einem Bleistift die Wasserlinie eingezeichnet. Mit Linierband aus dem Lackiererzubehör wurde erst mit ganz dünnem Klebeband, dann mit etwas breiterem Klebeband abgeklebt. Zum Schluss wurde noch mit breitem Lackierer-Klebeband der obere Teil des Rumpfes mit Zeitung abgedeckt.
Fertig zum Lackieren ging es ab in die „Lackierkabine“. Noch zwei mal mit Silikon-Entferner den Rumpf gesäubert, einmal Probesprühen auf ein Stück Karton und dann ging es los. Lackiert wurde in drei Lagen. Erster Sprühgang, 10Minuten ab lüften lassen. Zweiter Sprühgang, 25 Minuten ab lüften lassen. Dann der finale Sprühgang mit dem es schön glänzend wurde.
Jetzt muss es erstmal ein paar Tage trocknen und dann geht es weiter mit schwarz.