Ankerwinde

Im Beschlagsatz ist auch die Ankerwinde enthalten. Der Zusammenbau ist schnell geschehen und mit ein paar farblichen Akzenten versehen, macht das Teil auch einen guten Eindruck.
Für die Anker habe ich noch Auflagen aus Holz gefertigt und diese mit Tauen befestigt. Laut Bauplan wäre einfach ein „liebloser“ Drahtbügel am Ankerstiel montiert worden. Nun entspricht es mehr dem Original.

Rettungsboote

Graupner hatte nur ein Rettungsboot vorgesehen, welches achtern auf der Backbord-Seite hängen sollte. Da ich das Glück hatte, dass mein Bausatz zwei Beiboot-Schiffsrümpfe enthielt, konnte ich es wie im Original umsetzen und diese hinten auf den Radhäusern positionieren. Versehen wurden sie noch mit einigen Details wie die seitlichen Halteleinen. Ein Boot ist offen und das Andere durch eine Persenning abgedeckt. Die Persenning wurde aus einem Rest KFZ-Klebefolie hergestellt.

Tattoo

Die englischen Steam Paddle Tugs haben oft Verzierungen am Bug. Das wollte ich im Modell auch haben. Leider zum Aufmalen viel zu filigran und gelbe Farbe deckt auch nicht besonders gut. Auf einem alten Museumsbild der Reliant war das Motiv besonders gut zu erkennen. Ich habe den Teil des Bildes mit dem Computer nachbearbeitet und dann mit dem Tintenstrahldrucker ausgedruckt. Danach mit Klarlack, wasserfest lackiert und mit der kleinen Schere, vom Schweizer Taschenmesser, ausgeschnitten. Aufgeklebt wurde es mit Sprühkleber, dort wo die Ankerkette später aus dem Rumpf kommen wird.

Dampf ablassen

Nun ist auch der Schornstein fertig. Lange habe ich überlegt wie er werden soll. Graupner sah einen schwarzen Schornstein mit einem roten Ring vor, das fand ich etwas langweilig. Bei meinen Recherchen, fand ich heraus dass die Farbgebung der Schornsteine kein Zufall war. Jeder Schiffseigner oder auch Beteiligungs-Gemeinschaft eines Schiffes hatte seine eigene Farbgebung.
So konnte man schon von weitem sehen wer die Besitzer des Schiffes waren.
Bei der Farbgebung, habe ich mich an den Farben meins Heimat-Städtchen orientiert, schwarz/gelb.
Ich habe zusätzlich zu den zwei Ringen am Schornstein noch einen dritten hergestellt und diese gelb lackiert. Nur wie lackiert man Ringe? Meine Frau hatte eine super Idee mit Papier-Pylonen. Das hat super funktioniert.
Im Internet habe ich mir noch das Heimat-Wappen besorgt und in der richtigen Größe ausgedruckt. Aus Aluminium habe ich eine Unterlage, in Form des Wappens gefertigt und so gebogen, dass es mit hitzebeständigem Silikonkleber befestigt werden konnte. Das Wappen wurde noch mit Klarlack lackiert, damit der Druck Wasserfest ist.

Es werde Licht…

Die Positionslampen wurden nicht außen an den Radkästen montiert sondern, ähnlich wie beim Original, am Aufbau. Versehen wurden sie mit einer grünen und einer roten 12Volt Miniatur-Glühbirne.

Was für eine Pfeife

Ein Dampfschiff braucht auch eine richtige Dampfpfeife.
Leider ist unter der Lochblech-Abdeckung, auf welcher der Schornstein montiert wird, nicht viel Platz.
Beide Wilesco-Dampfpfeifen sind zu lang, wenn sie auf den Kessel geschraubt werden. Daher habe ich mir eine liegende Einbaulage überlegt, bei der die Pfeife über einen Micro-Servo angesteuert wird.
Dafür habe ich einen Monometer-Sockel (Art. 01531) und eine Dampfpfeife (M 6×1 mit Kettenzug) bei Peters Drehscheibe auf Ebay bestellt.
Da das Bohrloch für das Manometer nur M5 ist, musste ich dieses aufbohren und ein M6 Gewinde schneiden.
Beim ersten Test brachte die Pfeife nur ein heiseres Röcheln hervor.
Ursache: Die Bohrung für den Dampf, im Monometer-Sockel, war nur 2mm. Diese Dampfpfeife hat aber eine Bohrung von 2,5mm. Ich habe alles wieder zerlegt die Bohrung auf 2,5mm vergrößert und siehe da es funktioniert 😊
Durch die 2mm Bohrung kam also nicht schnell genug Dampf nach, daher nur das heisere Röcheln.
Nun pfeift die Dampfpfeife sehr schön und laut.

Kostprobe gefällig?

Türen

Heute will ich euch mal nicht mit viel „Prosa“ langweilen. Genießt einfach die Bilder 🙂

Trepp auf Trepp ab…

Graupner hat sich mit Details sehr zurück gehalten. Ist halt ein Schnellbaukasten 😉
Auf den Radkästen sind im Original immer Treppenstufen.
Das ist zwar sehr viel Kleinarbeit, aber ich finde der Aufwand lohnt sich.
Außerdem habe ich die beiden Podeste, oben auf den Radkästen, aus einzelnen Leisten gefertigt und nicht die Graupner Holzplatten verwendet.
Die Positionsleuchten kommen später auch nicht außen auf die Radkästen sondern, wie bei den Original Schaufelrad-Schleppern, an den Aufbau.
Das hat auch den Vorteil, dass man die Beleuchtung der Positionslampen besser realisieren kann.